Juni 2020 Archiv

§ 9 Was für Lehnsmannschaft Herr Christophorus zu Rüdigershagen gehabt

Nachdem Christoph vom Hagen in den Besitz des Dorfes gekommen und ihm auch noch das Ritterholz, welches Hans und Bertram von Wintzingerode streitig machten, durch einen Ausspruch der Universität zu Ingolstadt in Baiern unterm 11. October 1568 zuerkannt worden war, gab er verschiedene Ländereien und Häuser an die Mannschaft des Dorfes zu Lehn. Solches geschah, …

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§8 Was von Herrn Christoph weiter gemeldet wurde

Welch ein mächtiger Herr Christoph vom Hagen gewesen sei, ist zu ersehen aus den vielen Lehnsbriefen, die er haben mußte, um in seinen Besitzungen bestätigt zu sein. Er war: 1. Lehnsmann des Erzbischofs Sebastian von Mainz und von demselben belehnt anno 1549,2. des Herzogs Heinrich zu Sachsen, 1539,3. des Grafen Ernst von Gleichen, 1549,4. des …

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§7 Wie das Dorf an Herrn Christoph vom Hagen kam

Um das Jahr 1530-1540 übernahm ein gewisser Christoph vom Hagen sämtliche Besitzungen seines Vaters zu Deuna. Dieser Christoph war an Macht und Einfluß, Klugheit und Einsicht, an Biederkeit und Frömmigkeit sowie an Adel und Reichtum einer der berühmtesten Herren und Ritter des Eichsfelds und man war darauf bedacht, seine Besitzungen auf eine ehrliche Weise zu …

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§6 Wie die Herren von Knorr zum Besitze des Dorfes kamen

Obiger Hainrich vom Hayn hatte mit seinem Sohne, den in §4 genannten Rüdiger auch eine Besitzung in Gerterode, allwo beide sich aufhielten und ein frohes Leben führten. Daher kamen beide oft in Geldnoth, und so geschah es dann, daß beide im Jahre 1376 am Tage st. Servatii, d. ist der 13. Mai, ihre Besitzungen zu …

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§5 Welche Herren unser Dorf weiter hatten

Außer dem genannten Burgsitz befand sich oberhalb des Dorfes noch ein anderer, welcher der Oberwall genannt wurde, der gleichfalls von dem Herrn des Unterwalls besetzt war. Allein, da beide das Faustrecht sehr arg trieben, so begab es sich eines Tages, daß die Mühlhausener Bürger im Jahre 1315, wo Theodor und Hainrich, zwei Brüder, die Burgen …

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§4 Wie der Name Rüdigershagen entstanden

In jenen Zeiten, wo Kampf und Krieg in Deutschland noch an der Tagsordnung waren, pflegten die Ritter und Edeln sich feste Schlösser oder Burgen zu bauen, in denen sie sicher waren gegen jeden Angriff der Feinde. Diese Burgen baute man theils auf hohe Berge, von wo aus man die Gegend weit übersehen und die Feinde …

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§3 Wem unsere Vorfahren unterthänig waren

Der älteste bekannte Beherrscher dieser Lande war Carl der Große, römischer und deutscher Kaiser vom Jahre 768-818. Unter seinem Sohn Ludwig dem Frommen fand eine Theilung des ganzen großen Reiches statt, und im Jahre 843 wurde Ludwig II. Herr der deutschen Lande. Unter mehreren späteren Beherrschern Deutschlands sind besonders zu nennen Heinrich der Vogelsteller (starb …

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§2 Wie unsre Vorfahren Christen wurden

Es begab sich aber um das Jahr 730 nach der Geburt unsere Heilandes, daß ein englischer Mönch Namens Winfried oder Bonifacius in diese Gegend kam und begann zu predigen das Evangelium. Er hatte seinen Weg genommen über Wendefurt – wo er heidnische Wenden taufte – nach Pustleben (eigentlich Apostelleben genannt) und ging von dort mit …

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§1 Von unsern ältesten Vorfahren

Es sind schon viele hundert Jahre her, da lebte in unserer Gegend ein Volk, anders von Sitte und Bildung, anders von Lebensart und Beschäftigung. Dieses. Volk hatte nichts mit uns gemein, als den Namen, es waren Deutsche. Ihre beste Beschäftigung war die Jagd von Baren und Wölfen, Büffeln und Auerochsen; ihre Wohnungen bestanden aus einfachen …

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